Wissenswertes 8 von 10
8. Flamingos werden nicht rosa geboren
Flamingo-Küken schlüpfen grau oder weißlich. Das Rosa stammt vom Futter: Pigmente aus den Algen und kleinen Krebstieren, die sie fressen, färben die Federn nach und nach.
Die Farbe aus dem Napf
Die für die Farbe verantwortlichen Pigmente heißen Carotinoide, aus derselben Familie wie der Stoff, der die Karotte orange macht. Der Flamingo filtert das Wasser mit seinem Schnabel und frisst mikroskopisch kleine Algen und Krebstiere wie die Salzkrebse, die reich an diesen Pigmenten sind. Bei der Verdauung nimmt der Körper die Carotinoide auf und lagert sie in den nachwachsenden Federn ein.
Deshalb dauert es, bis die Farbe erscheint. Die neuen Federn ersetzen nach und nach die alten, und das Küken braucht etwa zwei bis drei Jahre, bis es das Rosa eines erwachsenen Tieres erreicht. Die Intensität variiert: Wo das Futter mehr Pigment enthält, leuchten die Flamingos kräftiger, in manchen Regionen fast rot.
Fehlen diese Pigmente in der Nahrung, verblasst die Farbe in den später nachwachsenden Federn. In Zoos geben Pfleger den Futterrationen deshalb gezielt Carotinoide bei, damit die Flamingos ihr Rosa behalten. Die Farbe spielt auch bei der Partnersuche eine Rolle: Buntere Vögel ziehen meist mehr Partner an.
Flamingos fressen kopfüber. Sie tauchen den umgedrehten Schnabel ins Wasser, und eine Art Sieb am Schnabelrand hält Algen und kleine Tiere zurück, während Wasser und Schlamm seitlich wieder abfließen.
Wussten Sie schon? Flamingos ruhen sich oft auf einem Bein aus. Studien deuten darauf hin, dass diese Haltung stabil ist und die Muskeln kaum anstrengt; eine Vermutung ist, dass sie hilft, Körperwärme zu sparen.

